|
|

|
Der
Entscheidungsbaum in der Physiotherapie beruht auf der
Sammlung einer Reihe von klinischen Symptomen, der spezifischen
physiotherapeutischen
Untersuchung der Atemwege.
|
In
Verbindung mit einer präzisen Semiologie als Voraussetzung und Richtlinie für
die Auswahl der physiotherapeutischen Technik bildet
die spezifische physiotherapeutische Untersuchung
einen zur medizinischen Diagnose komplementären Prozess zur Feststellung einer
bronchialen Obstruktion. Sie erlaubt die Konstruktion von strategischen
Syndromen für die Physiotherapeutische
Atemtherapie, indem sie genaue Angaben zu Lokalisation, Art und Natur der
Bronchialobstruktion liefert.
Bei
dieser Sichtweise stellt die Diagnostik nicht mehr den bestimmenden Faktor für
die Durchführung der Behandlung dar. Durch den Entscheidungsbaum wird die
Vorgehensweise für den Physiotherapeuten systematisiert und vereinfacht, indem
die technische Wahl auf die vier einzig möglichen Atemweisen eingeschränkt
wird: langsames oder beschleunigtes Einatmen, langsames oder beschleunigtes
Ausatmen. Der Entscheidungsbaum kann als Leitlinie bei der Einweisung in die
Physiotherapeutische Atemtherapie dienen.
Die
Erfahrung hat gezeigt, daß bei der physiotherapeutischen
Untersuchung auf Grund ihrer großen Spezifität
auch solche Bronchialobstruktionen erkannt werden können, die bei der einfachen
klinischen Untersuchung, die allein auf mittelbarer Thorax-Auskultation
beruht, nur dann zu Tage treten, wenn gleichzeitig physikalische Manöver ausgeführt
werden, die wir als Aufforderungsmanöver bezeichnen.
 |
Solche
Obstruktionen sind bei Kleinkindern, wenn sie unerkannt
bleiben, für eine schwer erklärbare Symptomatologie
verantwortlich und machen oftmals zahlreiche ergänzende paraklinische
Untersuchungen nötig, die teuer oder gar belastend sind
und der berechtigten Sorge der Eltern dennoch keine
befriedigende Antwort bieten können. |
An
diesem Punkt erweist sich die spezifische physiotherapeutische
Untersuchung als ein wertvolles Instrument zur Ergänzung der medizinischen
Diagnose. So ist es ein Teil unserer täglichen Arbeit geworden, Säuglinge und
Kleinkinder auf ausdrücklichen Wunsch des behandelnden Arztes zu untersuchen.
Diese präzise Untersuchung dient als Richtschnur und Rechtfertigung für die
technischen Maßnahmen des Physiotherapeuten.
|
SPEZIFISCHE
PHYSIOTHERAPEUTISCHE UNTERSUCHUNG
DER
BRONCHOPULMONALEN
OBSTRUKTION
|

Falls
Sie weitere Informationen wünschen, stehen wir Ihnen gern
zur Verfügung.
Kontakt:
postiaux.guy@chndrf.be
|